Reaktionen und Kommentare zu Blogpost “Risiko Rauchmelderpflicht”

Unsinn bzw. Blödsinn

Zu meinem Blogeintrag bzw. einem Zeitungsbericht in der “Am Sonntag” meinte der SPD Abgeordnete Bernhard Roos “Unsinn” und Parteifreund Dittlmann “Blödsinn”. Echte Argumente äußerten die Herren nicht. Deshalb möchte ich fast eben so kurz Stellung nehmen: “Nein, es ist kein Unsinn bzw. Blödsinn. Es ist Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und ich sehe mich durch die tatsächlichen Zahlen des Bundesamt für Statistik in dieser Annahme bestätigt.”

 

VdS geprüfte Rauchmelder

Herr Thomas Klein aus Berlin, Projektintiator G-SRME Rauchmeldererfassung will wissen, dass ich niemals eine Rauchwarnmelderdokumentation gelesen hätte. Er behauptet ernsthaft VdS geprüfte Rauchwarnmelder seien nicht zu reinigen.

Anbei zwei Rauchmelderdokumentation (nach VdS) bei denen die Hersteller die monatliche Reinigung empfehlen:

http://download.gira.de/data2/23301210.pdf

und

http://www.kidde-rauchmelder.de/editor/upload/38_13701_BA.pdf

Die Liste ist fortsetzbar.

Ich bedauere Alle die sich von Herrn Klein beraten ließen.

 

Polemik des Stadtbrandrates Dieter Schlegel:

“Die 20 Euro für Geräte sollte einem sein Leben schon wert sein” Herr Schlegel kann sich sicher sein, dass uns Bürgern unser Leben durchaus mehr wert ist. Die Kosten wurden von mir bisher noch nicht einmal erwähnt. Denn was uns die Rauchmelder Installationspflicht kosten wird, kann man erst seriös schätzen, wenn wir wissen zu welchen Maßnahmen uns der Gesetzgeber verpflichten wird. Herr Schlegel sollte sachlich argumentieren.

 

Professionelle Haushaltsführung

Zum Leserbrief in der “Am-Sonntag” von Frau Wolloner aus Vilsbiburg. Frau Wolloner ist nach eigenen Angaben Hausfrau. Ich bin überzeugt Frau Wolloner führt diesen “Fulltimejob” professionell aus.

Sie erklärt uns, dass sie zum Beispiel für das Reinigen der Deckenleuchten eine Staffelei verwendet. Das halte ich für vorbildlich. Aber natürlich kann man auch von der Staffelei stürzen. Zum Glück ist dies Frau Wolloner offensichtlich noch nicht passiert.

Die gesellschaftliche Realität sieht anders aus. Ein Großteil der Bundesdeutschen geht einem Beruf in der Wirtschaft nach. Hausputz wird oftmals nebenbei erledigt. Also nicht professionell! Laut einer repräsentativen Umfrage der AachenMünchener Versicherung benutzen 25% der Bundesbürger statt einer Leiter bzw. Staffelei Hocker, Stühle, Tische für die Reinigungsaufgaben über Kopf. 17% nutzen Badewannenrand und Toillettendeckel für den Aufstieg in höhere Gefilde. Selbst für das Fensterputzen steigen immerhin noch 14% der Bundesbürger auf das Fenstersims. 48% der Bundesbürger gaben an, ihren Hausputz übermüdet zu erledigen. Gerade letzter Punkt gibt Anlass anzunehmen, dass die Risikobereitschaft beim Hausputz mit der Mehraufgabe des Rauchwarnmelder Reinigens steigen wird (einige Hersteller empfehlen die monatliche Reinigung der Geräte). Jeder zusätzliche Aufstieg Richtung Decke bedeutet weitere Sturzgefahr. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Sturzzahlen des Bundesamtes für Statistik sind ernsthafte Indizien hierfür.

Für Frau Wolloner mag der Hausputz Passion sein. Für die meisten jedoch eine lästige Notwendigkeit, die noch neben ihrem Hauptberuf schnell zu erledigen ist.

 

Link

Und für alle die den Blogpost “Risiko Rauchmelder” nicht gelesen haben hier noch mal der Link.

http://alexander-spoerr.de/index.php/sonstiges/risiko-rauchmelderpflicht/

Risiko Rauchmelderpflicht

Es ist der 18. April 2012. Der bayerische Landtag berät und beschließt die Einführung einer Rauchwarnmelderpflicht in Bayern. Der Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Fischer, der sich selbst als treibende Kraft der Zwangsmaßnahme sieht, behauptet jährlich sterben knapp 500 Menschen durch Rauch bzw. Feuer.

 

Der CSU-Innenexperte Florian Herrmann meinte gar, wie im Münchner Merkur nachlesbar, Rauch und Flammen würden 600 Tote im Jahr fordern.

 

Hätten Fischer oder Hermann Recht und ihr Angaben würde die Realität treffen, müsste man den Rauchmeldern absolute Unwirksamkeit bescheinigen. Die Rauchmelderpflicht müsste umgehend ad acta gelegt werden, denn 500 bis 600 Brand-Rauch-Opfer sind Opferzahlen aus den 90ziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland in keinem einzigen Bundesland eine Rauchmelderpflicht. Erstmals eingeführt wurde sie im Jahr 2003 in Rheinland-Pfalz.

Die Zahl der Rauch bzw. Flammenopfer sind seit 1980 rückläufig. Die Einführung einer Rauchmelderpflicht seit 2003 hat keinen merklichen Einfluß auf den langfristigen Trend. Fischer und Herrmann argumentieren mit 500 bis 600 Opfern. Dies sind Zahlen aus dem letzten Jahrhundert und entsprechen nicht der heutigen Realität.

Die Zahl der Rauch bzw. Flammenopfer sind seit 1980 rückläufig. Die Einführung einer Rauchmelderpflicht seit 2003 hat keinen merklichen Einfluß (Trendbeschleunigung) auf den langfristigen Trend. Fischer und Herrmann argumentieren mit 500 bis 600 Opfern. Dies sind Zahlen aus dem letzten Jahrhundert und entsprechen nicht der heutigen Realität.

 

 

Tatsächlich sind die Opferzahlen seit den 80ern kontinuierlich rückläufig. Zuletzt wies die Statistik für 2010 373 Opfer aus. Eine Trendbeschleunigung durch die Einführung der Rauchmelder ist nicht erkennbar. Spekulativ könne man behaupten, ohne Rauchwarnmelder wäre der langfristige Trend gebrochen worden. Aber Beweise hierfür gibt es nicht.

 

Seit Anfang der 90er Jahre waren die tödlichen Sturzunfälle rücklaufig. Anfang des Jahrtausends setze eine kurze Stagnation ein. Seit der Einführung der Rauchmelderpflicht nehmen die Todesfälle durch Sturz wieder zu.

Seit Anfang der 90er Jahre waren die tödlichen Sturzunfälle rücklaufig. Anfang des Jahrtausends setzte eine kurze Stagnation ein. Seit der Einführung der Rauchmelderpflicht nehmen die Todesfälle durch Sturz wieder zu.

Wie in meinen früheren Blogpost zu diesem Thema hege ich die Befürchtung, dass durch Reinigung und Wartung der Geräte tödliche Haushaltsunfälle provoziert werden.

Und zwar in einem höheren Maße als durch Rauchmelder Leben gerettet werden können.

 

Diesbezüglich sendete ich ein Fragenkatalog an das bayerische Innenministerium mit der Bitte um Beantwortung meiner Fragen. Tatsächlich wurde lediglich eine Frage nach der Grundlage für die Einführung der Rauchmelderpflicht beantwortet. Das Ministerium nannte mir das Positionspapier der bayerischen Feuerwehren <<Rauchmelder retten Leben>>.

 

Somit war der Fragekatalog fast für die Katz’. Jedoch zeigt die mangelhafte Beantwortung wie wenig Gedanken sich unsere Politiker bisher zum Thema gemacht haben. Ach ja, eine Kopie meines Fragenkatalogs wird nun an den Arbeitsgruppenleiter gesendet. Ob nun ein Denkprozess stattfindet?

 

Aufschlussreicher waren meine Recherchen beim Bundesamt für Statistik. Hierbei haben mich die tödlichen Sturzzahlen interessiert. Diese waren ausgehend von den 80er Jahren bis Anfang des Jahrtausends rückläufig und stagnierten kurzfristig. Seit Einführung der Rauchwarnmelderpflicht steigen nun diese Unfälle deutlicherer und kontinuierlicher als die Rauch-Brandopferzahlen rückläufig sind. Offensichtlich scheint sich meine Theorie zu bestätigen.

 

Der direkte Vergleich zeigt, dass langfristig die Zahl der Todesopfer durch Rauch bzw. Brand seit 1980 geringfügig rücklaufig sind. Hingegen die Zahl der Sturzopfer mit der Ausweitung der Rauchmelderpflicht (seit 2003) überproportional steigt.

Der direkte Vergleich zeigt, dass langfristig die Zahl der Todesopfer durch Rauch bzw. Brand seit 1980 geringfügig rücklaufig sind. Hingegen die Zahl der Sturzopfer mit der Ausweitung der Rauchmelderpflicht (seit 2003) überproportional steigt.

 

Auch hierzu schweigen Politiker und das bayerische Staatsministerium des Inneren.

Mein Fazit lautet die Gefahren für Leib und Leben der bayerischen Bevölkerung sind mit Einführung einer Rauchmelderpflicht größer als der Verzicht auf diese Zwangsmaßnahme.

 

Damit ich nicht falsch verstanden werde, in entsprechender Notsituation sind Rauchmelder sinnvoll.

Auf der anderen Seite sehe ich, dass die Rauchmelderpflicht den Bürgern im Alltagsleben durch gewagte Reinigung und Wartungsaktionen erst in Gefahr bringen. Zu unterschätzen ist auch nicht die Gefahr, die durch giftige Plastikausdünstung, speziell für Kleinstkinder und Säuglinge besteht.

Viel Rauch um Lobbyisten Gerede, wenig handfeste Fakten bei der Einführung von Rauchwarnmelder

Alexander Spörr

Künftig haben wir Bürger die Pflicht in die Kinderzimmer und unsere eigenen Schlafräume Rauchwarnmelder zu installieren, weil Feuerwehr und Lobbyistenverbände dies empfehlen.

Mich überzeugen diese unfundierten Empfehlungen nicht. Zwangsläufig kommt mir hierbei die unsägliche Einführung von sog. Energiesparlampen in den Sinn. Dass diese Lampen alles andere als umwelt- und gesundheitsfreundlich sind wissen wir heute.

Vor einer Entscheidung zu einer Rauchwarnmelderpflicht sollte man sich über den Wirkungsgrad eines Rauchmelders im Klaren werden. Ebenso, ob hier durch nicht nur eine Gesundheits-Risikoverlagerung statt findet. Insbesondere (auch tödliche) Sturzunfälle bei der Reinigung der Rauchmelder befürchte ich. Eine weitere Gefahr sehe ich bei den verwendeten Kunststoffen die gefährlich ausdünsten können. Gerade in Kinderzimmern können meiner Meinung nach für Säuglinge und Kinder besonders hohe Gesundsheitsrisiken entstehen.

Wir Bürger sollten nicht bereit sein, die Zwangseinführung der Rauchwarnmelder einfach so hinzunehmen ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, speziell wenn davon Gefahren für die Gesundheit ausgehen können.

Die Politik muss hier die notwendige Transparenz schaffen. Persönlich möchte ich mehr Fakten über dieses Vorhaben unserer Politiker. Deshalb habe ich dem zuständigen Ministerium eine schriftliche Anfrage übersendet und um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

1. Wieso erfolgt die Einführung nicht auf freiwilliger Basis?

2. Auf welcher gesicherten Erkenntnis wird die Rauchmelderpflicht eingeführt?

3. Welche Gutachten sind hierfür Grundlage?

4. In welchem Maße sind in den Bundesländern. die bereits die Rauchwarnmelderpflicht eingeführt haben, die tödlichen Unfälle rückläufig?

5. Wurden Untersuchungen beauftragt, die Aufschluss geben, wie viele Haushaltsunfälle und in welcher Schwere, durch Putzen und Reinigen der Rauchwarnmelder zu erwarten sind?

6. Wie stellt der Freistaat Bayern vor allem zum Schutze von Säuglingen und Kindern sicher, dass nur gesundheitlich unbedenkliche Feuerwarnmelder verwendet werden? Insbesondere bezogen auf die Verwendung von ggf. ausdünstenden gefährlichen Kunststoffen?

Sollte ich Antworten auf meine Fragen erhalten, teile ich diese an dieser Stellen mit.

Weniger Feuertote, mehr Tote durch Haushaltsunfälle

Rauchwarnmelder können leben schützen, oder:
Weniger Feuertote, mehr Tote durch Haushaltsunfälle

 

Alexander Spörr

 

Rauchwarnmelder können zweifelsfrei Leben retten.
Nur eine Installationspflicht, wie sie in den Bundesländern seit wenigen Jahren eingeführt wird, halte ich nicht für erstrebenswert.

Andreas Fischer, FDP Mitglied des bayerischen Landtages, sieht sich als treibende Kraft bei  der Zwangseinführung von Rauchwarnmeldern in privaten Haushalten und verweist darauf, dass es ihm eine Herzensangelegenheit ist. Ich kenne Andreas Fischer so gut, dass ich behaupten kann: „Ja, die Rauchwarnmelder liegen ihm am Herzen“. Doch das mit dem Herzen ist so eine Sache. Nur weil es vom Herzen kommt muss es nicht vernünftig bzw. richtig sein.

Andreas Fischer veröffentlichte in einer Pressemitteilung :

„Pro Jahr sterben in Bayern etwa 60 Menschen durch einen Brand, etwa 70 Prozent von ihnen nachts.“ und „Mit einer gesetzlichen Pflicht könnten wir es schaffen, dass rund 80 Prozent aller privaten Wohngebäude mit Rauchmeldern ausgestattet werden“.

Fischer teilt freilich nicht  mit, wie viele Menschen gerettet werden könnten! Dabei wäre gerade dies das Maß der Dinge.
Aber gehen wir mal vom theoretischen Wert und Bestcase 48 Überlebende (80% von 60 Opfern), die dem Feuertod entrinnen können, aus.

Persönlich erwarte ich, dass Hausfrauen und – männer millionenfach auf Stühle und Haushaltsleitern klettern werden, um die Rauchwarnmelder von Spinnweben und Fliegendreck zu befreien. Klar, auch Kletteraktionen zur Beseitigung von Störungen des Gerätes oder des Batterieaustausches kommen hinzu.

Die Abgeordneten müssen sich klar sein, dass sie dieses Verhalten mit Ihrer Gesetzgebung provozieren bzw. erzwingen.

Derzeit sterben in Bayern knapp 700 Menschen durch Haushaltsunfälle. Ein Großteil der Verunglückten erliegt Kopfverletzungen, einer typischen Sturzverletzung.

Sollten tödliche Haushaltsunfälle durch gesetzgeberisch provozierte Heimkletteraktionen und Überkopfarbeiten, um nur 7% steigen, wären Erfolge aus der Brandbekämpfung überkompensiert. Neudeutsch wäre das Gesetz eine unverantwortliche „Killer-Applikation“.

Eine Steigerung von 7% halte ich in Anbetracht einer millionenfach höheren Nutzung von Haushaltsleitern und Hockern, sowie einer immer älter werdenden Gesellschaft und damit verbunden ,mit einer erhöhten Sturzgefahr des Einzelnen für realistisch.

Außerdem möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass der  7%-Wert zur Überkompensation nur erreicht werden müsste, wenn auf der anderen Seite der Idealfall von 80% Rauchmelder Errettenden einträte. Was in der Realität wohl kaum erreichbar ist.

Für mich ist es völlig unverständlich, dass wir vom Gesetzgeber gezwungen werden sollen, in unseren eigenen vier Wänden mit unserer Gesundheit Vabanque zu spielen.

Deshalb sollten alle Verantwortlichen noch mal in sich gehen, und überlegen, ob sie es verantworten können unter Umständen in der Endsumme mehr Tote erzwungen zu haben.

Im Zweifel für die Freiheit und Eigenverantwortung!

Unberücksichtigt habe ich an dieser Stelle mal die Punkte Überwachung, Bürokratie, Kosten gelassen. Ggf. werde ich aber darauf nochmals zurück kommen.

 

ergänzende Links:

Deutsche sind beim Putzen leichtsinnig